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SCHWANGERSCHAFT | Warum man als Frau nicht unbedingt einen Kinderwunsch hegen muss + mein erstes Trimester

Erfahrungen meines 1. Schwangerschaftstrimesters


Obwohl ich das erste Schwangerschafts-Trimester bereits lange hinter mir gelassen habe, möchte ich dieses heute noch mal ausgiebig Revue passieren lassen. Bisher habe ich hier noch nicht viel zum Thema Schwangerschaft gepostet. Einige Beiträge dazu habe ich jedoch geplant und werde diese mit SCHWANGERSCHAFT im Titel kennzeichnen. Wenn euch dieses Thema nicht interessiert oder sogar aus den unterschiedlichsten Gründen nicht gut tut, dann ignoriert diese Beiträge bitte, da es insbesondere heute auch um meine dem Kinderkriegen gegenüber skeptische Haltung vor der Schwangerschaft gehen wird. Ich möchte mit diesem Beitrag und meinen Erfahrungen in der Schwangerschaft niemanden triggern, aber doch ein wenig dazu (für mich) festhalten, was eventuell auch für andere interessant sein könnte, die ebenfalls schwanger sind oder gerade mehr oder weniger eine Familie planen.

 

 

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MEINE VORGESCHICHTE

Es klingt vielleicht komisch, aber ich gehörte nie der Gruppe von Menschen an, die schon immer wussten, dass sie eine Familie gründen wollen und einen intensiven Kinderwunsch hegten. Gleichzeitig war mir jedoch irgendwie klar, dass ich später nicht „kinderlos“ sein möchte, aber so einen richtigen Plan, wann denn nun der richtige Zeitpunkt sein sollte, hatte ich nicht. Ich finde, dass darüber viel zu selten gesprochen wird und man als Frau häufig schief und als „unnormal“ angesehen wird, wenn man dem Kinderkriegen in einem gewissen Alter noch skeptisch gegenübersteht und sein bisheriges Leben noch nicht bereit ist auszutauschen gegen das Elternsein. Daher möchte ich allen Frauen, denen es ebenfalls so geht mitgeben, dass ihr nicht allein seid und man durchaus seine Zweifel haben darf, ob die Mutterrolle etwas für einen selbst ist. Aus schwangerer Sicht kann ich jedoch sagen, dass ich aktuell so glücklich wie noch nie bin und mich sehr, sehr wohl mit der Entscheidung fühle. Ich freue mich sehr auf unser neues Leben zu dritt, auch wenn ich mir natürlich weiterhin Gedanken mache, wie wohl alles sein wird und ob wir gut in unsere neuen Rollen finden werden. Ich denke, dass das ganz normal ist, wenn man sein erstes Kind erwartet (: .

Ich habe mich noch vor der Schwangerschaft dann schon etwas eingestimmt, wobei mir ein Buch sehr geholfen hat, einige meiner „Vorurteile“ dem Elternwerden gegenüber entgegenzuwirken: der Eltern-Kompass von Nicola Schmidt. Endlich hatte ich nicht mehr das Gefühl, dass ich mich komplett verstellen muss, um ein Kind großzuziehen. In diesem Buch werden aus wissenschaftlicher Sicht unterschiedliche Themen beleuchtet, die mit dem Elternwerden einhergehen und mit Studien belegt. Vieles davon wich komplett von dem ab, was ich bisher gehört hatte (und wovor ich Vorurteile hatte), sondern fühlte sich für mich gefühlt richtig an. Nach dem Lesen dieses Buches fühlte ich mich zum ersten Mal „bereit“ für diesen neuen Lebensabschnitt, der ja doch das bisherige Leben stark auf den Kopf stellen wird. 

Ich habe vor der Schwangerschaft etwa 9 Monate lang mit der Natürlichen Familienplanung (NFP) verhütet, worüber ich in diesem Beitrag zu hormonfreien alternativen Verhütungsmethoden zur Pille berichtet habe. Mit dieser Methode kann man jedoch nicht nur eine Schwangerschaft verhindern, sondern sie auch gezielt beim Kinderwunsch einsetzen. So wusste ich zu dem Zeitpunkt bereits sehr viel über meinen Zyklus, was uns auf jeden Fall geholfen hat. Wir schätzen uns sehr glücklich, dass ich daraufhin auch gleich schwanger wurde und wissen, dass das überhaupt nicht selbstverständlich ist. Falls ihr NFP noch nicht kennt und einen Kinderwunsch hegt, kann ich euch die Beschäftigung damit sehr empfehlen. Ich habe dafür übrigens nur das Praxisbuch Natürlich & Sicher der Arbeitsgruppe NFP der Malteser gelesen und ein analoges Thermometer aus Glas gekauft. Mehr ist dafür nicht nötig. Auch bei unerfülltem Kinderwunsch kann NFP eventuell einen Anhaltspunkt liefern, woran es liegen könnte.  

Mit dieser Methode habe ich dann auch selbstständig unseren Geburtstermin ausgerechnet, der exakt dem Datum entspricht, das später auch die Frauenärztin bestimmt hat. Als Vorbereitung auf eine Schwangerschaft kann ich euch daher die natürliche Familienplanung sehr empfehlen!

 

 

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MEIN ERSTES TRIMESTER

Ich muss vorneweg sagen, dass ich, obwohl ich mich mental bereits auf schlimme Übelkeit eingestellt habe und davor sehr viel Respekt hatte, eine ganz unkomplizierte Schwangerschaft erleben darf. Ich weiß das sehr zu schätzen, da die meisten Frauen ja gerade in der Frühschwangerschaft nicht so viel Glück haben. Wenn ihr allerdings unter starker Übelkeit leidet, kann ich euch die passende Podcast-Folge des Hebammensalons sehr ans Herz legen, in dem sehr viele Tipps geteilt werden (z.B. hochdosiertes Vitamin B6). Vielleicht hilft euch ja etwas davon weiter. 

Ich wusste übrigens sofort, dass ich schwanger bin. Erst später habe ich vom nicht ganz zweifelsfrei geklärten Einnistungsschmerz gelesen und würde behaupten, dass ich genau das gespürt habe. Über dessen Existenz ist sich die Wissenschaft aber wohl nicht ganz einig. Die darauffolgenden Tage hatte ich immer ein leichtes Ziehen im Unterleib, was nicht zum Stand des Zyklus passte, wenn ich es mit den vorherigen Monaten verglich. Den obligatorischen Test, den man nach dem Eisprung ja erst eine gefühlte Ewigkeit später machen kann, habe ich dann eigentlich nur noch zur offiziellen Bestätigung gemacht x) . Aber auch da ist jede Schwangerschaft natürlich ganz individuell. 

Ich konnte dann schon ziemlich früh keine meiner Jeans mehr anziehen, da sie, obwohl natürlich noch kein Bauch vorhanden war, mir alle furchtbar unbequem vorkamen. An meinem Bauch durfte nichts einengen. Kleider waren daher meine erste Wahl und sind es auch aktuell noch (: . Den Termin bei meiner Frauenärztin zur Feststellung der Schwangerschaft hatte ich erst recht spät, da sich die Praxis im Urlaub befand. Das war für mich nicht weiter schlimm und man konnte dadurch schon etwas mehr erkennen. Übrigens kann auch eine Hebamme eure Schwangerschaft offiziell bestätigen, wenn euch das lieber ist (beispielsweise wenn ihr keine großen Fans von zu vielen Ultraschall-Untersuchungen seid oder beispielsweise euer zweites Kind erwartet und die Vorsorgeuntersuchungen von einer Hebamme durchführen lassen wollt).

Was ich als erstes getan habe, war übrigens die Anfrage bei meiner Hebamme nach Kapazität (ja, macht das tatsächlich sobald ihr zu Hause den ersten positiven Test in der Hand haltet, da ein enormer Hebammenmangel besteht). Nachdem die Schwangerschaft von der Frauenärztin auch „offiziell“ bestätigt war, kümmerte ich mich außerdem sofort um einen Kitaplatz (man glaubt es kaum, aber wir haben zu diesem absurd frühen Zeitpunkt tatsächlich den letzten Krippenplatz bekommen) und einen Kinderarzt. Je nachdem, wo ihr wohnt und wie lange ihr die Kinderbetreuung selbst übernehmen könnt, ist das bei euch eventuell entspannter, aber in meiner Gegend sind die Plätze rar. Um eine Hebamme solltet ihr euch aber in jedem Fall sofort kümmern, egal wo ihr wohnt. Euch steht nämlich selbst bei Fehlgeburt eine von der Krankenkasse übernommene Hebammenbetreuung zu, was in dieser Situation sicher eine gute Unterstützung sein kann, sowohl seelisch als auch medizinisch.

Neben dem andauerndem Ziehen im Unterleib und auch Ziehen in der Brust war mir übrigens in den ersten Tagen und Wochen recht häufig kalt. Zwar blieb ich von Übelkeit glücklicherweise komplett verschont, allerdings hatte ich ganztägig ein starkes Völlegefühl, obwohl ich nichts oder nicht viel gegessen hatte. Grundsätzlich hatte ich über die gesamte Schwangerschaft hinweg immer mal Phasen, in denen ich unter Appetitlosigkeit litt. Zwar hatte ich Hunger, aber es gab nichts, was ich so richtig essen wollte beziehungsweise worauf ich Appetit hatte. Von den klassischen Heißhungerattacken blieb ich bisher dagegen gänzlich verschont. Recht schnell setzte bei mir außerdem Kurzatmigkeit ein, die mich seither die gesamte Schwangerschaft begleitet. Was mich ebenfalls bereits seit der Frühschwangerschaft begleitet, ist eine sehr, sehr schwache Blase x) . Das wird mit wachsendem Kind im Bauch natürlich nicht unbedingt besser. Mit Sport habe ich bisher über die gesamte Schwangerschaft weitergemacht (etwa 3x pro Woche), allerdings bin ich recht früh auf spezielle Schwangerschafts-Workouts umgestiegen, da man beispielsweise die geraden Bauchmuskeln irgendwann nicht mehr isoliert trainieren soll. Dabei bemerkte ich, dass ich zu Schwangerschaftsbeginn auch schneller Muskelkater bekam als sonst. Über meine Schwangerschaftsfavoriten möchte ich noch mal einen gesonderten Beitrag schreiben (: .

Verkündet haben wir die Schwangerschaft unserem engsten Familien- und Freundeskreis übrigens noch vor Vollendung der „kritischen“ 12. Schwangerschaftswoche. Auch da haben wir auf unser Gefühl gehört und uns war klar, dass wir diesen Menschen auch von einer Fehlgeburt erzählen würden, wenn es dazu kommen sollte. Außerdem sinkt das Fehlgeburtsrisiko natürlich mit jedem Tag der Schwangerschaft weiter und fällt nicht plötzlich mit Ablauf eines bestimmten Schwangerschaftstages von 100 auf 0 Prozent. Hier solltet ihr als Paar aber einfach das machen, was sich für euch richtig anfühlt. Viele wollen es ja auch erst mal ganz bewusst für sich behalten und genießen, bevor weitere Menschen davon erfahren. Ich persönlich war aber schon eher ungeduldig und wollte diese Information gern auch teilen (: .

Mit der Schwangerschaft eröffnete sich für mich ein ganz neues Themenfeld und ich habe seither so viel gelernt, erfahren und mich mit Dingen beschäftigt, von denen ich zuvor nie in meinem Leben etwas gehört hatte x) . Es ist allerdings Wahnsinn, wie schnell diese Zeit verfliegt! Daher war es sehr schön, dass ich mich heute noch mal mit den ersten 12 Schwangerschaftswochen beschäftigt und diese Revue passieren lassen habe (: . Fortsetzung folgt…

 


Seid ihr aktuell auch schwanger, plant eine Familie oder habt sogar schon Kinder? Welche Erfahrungen habt ihr im 1. Trimester gemacht? Und wart ihr schon immer sicher, dass ihr eine Familie gründen wollt oder ging oder geht es euch da wie mir?

2 Kommentare

  1. Ich war dreimal schwanger. Beim ersten Kind ging alles gut, beim zweiten hatte ich leider eine Fehlgeburt im ersten Trimester... entsprechend unruhig und unentspannt war ich dann in der dritten Schwangerschaft, ganz anders als beim ersten Kind, da ich wesentlich lockerer...

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    Antworten
    1. Liebe Annika,
      vielen Dank für's Teilen deiner Erfahrungen. Es tut mir leid, dass du in der zweiten Schwangerschaft diese Erfahrung machen musstest. Da ist es mehr als verständlich, dass man in der nachfolgenden Schwangerschaft entsprechend angespannter ist.
      Ich hoffe, dass soweit alles gut verlaufen ist und wünsche dir alles Gute (: !
      Viele liebe Grüße
      Theresa

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