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MAKE IT WORK | Naturkosmetik zum Funktionieren bringen

Make it work: Naturkosmetik richtig auftragen, nutzen und zum Funktionieren bringen


Zugegeben: aller Anfang ist schwer und so erging es mir auch bei der Umstellung auf Naturkosmetik. Die Produkte verhielten sich einfach anders als die vorher genutzten konventionellen Produkte, insbesondere was Make-Up anbelangte. Über meine Schwierigkeiten habe ich damals viel in der Kategorie Schminkumstellung hier auf dem Blog berichtet. Da ich mittlerweile bereits seit etwa 8 Jahren ausschließlich Naturkosmetik nutze, habe ich natürlich meine Favoriten gefunden. Ein Video von Hatice Schmidt, in dem sie sich ausschließlich mit Produkten von alverde schminkt, hat mich vor kurzem wieder an diesen Beitrag hier erinnert, der schon ewig in meinen Entwürfen schlummerte. Im Video hat sie so ihre Probleme beim Auftrag einiger Produkte und ist mit der Performance dieser Naturkosmetik aus der Drogerie nicht zufrieden. Ich persönlich habe keins der Produkte, die sie zeigt, ausprobiert und kann daher nicht aus eigenen Erfahrungen sprechen oder diese aus meiner Sicht bewerten. Dieser Beitrag soll aber helfen, Naturkosmetik besser zu verstehen, sodass man Produkte zum Funktionieren bringt. 
Denn als Naturkosmetiknutzerin muss man sich nicht mit schlechter Produktperformance zufrieden geben! Sie verhalten sich nur manchmal anders als man es von konventioneller Kosmetik kennt. Es gibt mittlerweile außerdem so viele tolle Marken und innovative Produkte, nur leider findet man diese häufig eher online als in der Drogerie. Einige Alternativen habe ich euch im Leitfaden zur eigenen Schminkumstellung schon mal vorgestellt. Außerdem findet ihr in der Kategorie Favoriten meine liebsten Naturkosmetikprodukte. Heute soll es aber mal um generelle Techniken zum Auftragen von Naturkosmetik gehen.
 
 
 
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MÖGLICHE PROBLEME BEI DER NUTZUNG VON NATURKOSMETIK UND WIE MAN DIESE LÖSEN KANN

  1. Geruch
  2. Verteilbarkeit
  3. Schnelles Antrocknen
  4. Kalkiges Finish
  5. Sehr reichhaltige, ölige oder fettige Produkte
  6. Deckkraft
  7. Produkte, die in Fältchen rutschen

 
 
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1 | GERUCH

Bevor es um Auftragstechniken geht noch ein Wort dazu, wie Naturkosmetik riecht, da dies für viele Umsteller ein Thema ist. Ja, es gibt diese Marken und Produkte, die ganz klassisch nach „Naturkosmetik“ riechen, was meist nicht positiv gemeint ist, wenn man bisher nur konventionelle Düfte gewohnt ist. Ein bisschen altbacken, eher kräuterig und sehr „natürlich“ duften einige traditionelle Naturkosmetikmarken, von denen eben auch vieles in der Drogerie vertreten ist. Das liegt an der Nutzung ätherischer Öle zur gezielten Beduftung oder auch als Wirkstoffkomponente. Mittlerweile gibt es aber so viele sehr moderne Marken, die auch kritische Nasen überzeugen sollten. Viele italienische Marken riechen für meine Nase beispielsweise angenehm. Ich selbst nutze aber ohnehin fast ausschließlich unbeduftete Produkte, vor allem in meiner Gesichtspflege und im Make-Up. In diesem Beitrag habe ich euch mal sehr ausführlich berichtet, worauf ich beim Kauf von Naturkosmetik für unreine Haut und Akne achte. Meine aktuelle Gesichtspflegeroutine, die sich seit ein paar Jahren nicht verändert hat, kommt beispielsweise ganz ohne Düfte aus. 
 
 
 
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2 | VERTEILBARKEIT

Naturkosmetik enthält keine Silikone und gleitet damit manchmal nicht ganz so geschmeidig über die Haut wie die konventionellen Produkte. Mittlerweile haben sich die Konsistenzen im Naturkosmetik-Segment jedoch stark verbessert und sind deutlich innovativer. Dies kann durch bestimmte Silikon-ähnliche Inhaltsstoffe wie Squalane oder Octyldodecanol der Fall sein oder aber auf Kosten der „Natürlichkeit der Inhaltsstoffe“ und minimalistischer Zusammensetzungen. Ich bin dagegen seit meiner Akne ein großer Fan von möglichst puristischen Zusammensetzungen, weshalb meine Lieblingsprodukte häufig nicht die „modernsten“ Texturen haben, die sich kaum noch von konventionellen Produkten unterscheiden. Stattdessen schaue ich, wie ich die oft reichhaltigeren Produkte dennoch zum Funktionieren bringe. Meist reicht es, wenn man hier mit etwas zusätzlicher Feuchtigkeit arbeitet. So trage ich reine Öle, die ich zur Hautpflege nutze, auf Gesicht und Körper immer auf noch leicht feuchter Haut auf. Auch meinen liebsten Sonnenschutz für das Gesicht trage ich immer auf der noch leicht feucht-öligen Gesichtshaut auf, auf die ich zuvor Toner, Aloe Vera Gel und Traubenkernöl zügig nacheinander eingearbeitet habe. So lässt sich der Sonnenschutz gut und gleichmäßig verteilen und einarbeiten, trotz großer Auftragsmenge. Damit wären wir nämlich auch schon bei der nächsten Schwierigkeit, die Naturkosmetik gegenüber konventioneller Kosmetik häufig hat.
 
 
 
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3 | SCHNELLES ANTROCKNEN

Naturkosmetikprodukte neigen häufig dazu schneller anzutrocknen. Daher können viele Produkte, ob Make-Up oder beispielsweise Sonnenschutz, nicht ewig unverblendet auf dem Gesicht verbleiben, sondern sollten gleich eingearbeitet werden. Hier ist oftmals etwas Zügigkeit gefragt. So sollte man Concealer beispielsweise nicht gleich auf 10 unterschiedlichen Stellen im Gesicht auftragen und sich dann Stelle für Stelle nacheinander zum Verblenden vornehmen, sondern am besten direkt nach dem Auftrag auf einer Stelle das Produkt einarbeiten und sich erst dann der nächsten Stelle widmen. Ich persönlich finde das jedoch nicht so schlimm, da es eine reine Gewohnheitssache ist, wie man die Produkte aufträgt und einarbeitet und nicht per se gegen Naturkosmetik spricht.
 
 
 
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4 | KALKIGES FINISH

Nicht nur bei Naturkosmetik-, sondern auch bei konventionellen Produkten kann es durch Puder oder auch die Nutzung von Mineralfoundation zu trockenen, kalkigen Finishes kommen. Was immer empfehlenswert ist: Hydrolate oder Toner zum Sprühen, die man als Setting Spray nutzen kann. Diese lassen Produkte sich besser miteinander verbinden und haben mir schon so manches Make-Up gerettet. Ich liebe es außerdem, wie natürlich das Finish danach gleich aussieht. Der Klassiker unter den Hydrolaten ist sicher Rosenwasser, was ihr zum Beispiel mal in einem Beitrag zu meinen Jahresfavoriten sehen konntet. Es gibt aber noch viele weitere Pflanzenhydrolate, die ihr fast überall bekommt, wo Naturkosmetik vertrieben wird. Ich persönlich nutze dafür immer meinen selbstgemachten Toner gegen unreine Haut, wobei dieser durch den enthaltenen Apfelessig nicht für jede Nase geeignet sein wird (wo wir wieder beim Thema Düfte wären ^^ ).
 
 
 
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5 | SEHR REICHHALTIGE, ÖLIGE ODER FETTIGE PRODUKTE

Es gibt viele Konsistenzen in der Naturkosmetik, die sehr reichhaltig sind. Ich persönlich finde das gar nicht so schlecht, da ich eher zu trockener Haut neige. Nichtsdestotrotz kann das schnell mal sehr fettig aussehen. Auch hier ist die Arbeit mit Feuchtigkeit sehr empfehlenswert, sodass das Produkt nicht auf der Haut aufliegt, sondern gut einziehen kann. Vor dem Auftrag eines sehr reichhaltigen Produkts bietet es sich daher ebenfalls wieder an, etwas Toner oder Hydrolat aufzusprühen oder wenn es sich um ein Produkt für den Körper handelt, dieses direkt nach dem Duschen auf die feuchte Haut aufzutragen. Für mich fühlt sich das auch gleich immer etwas luxuriöser an (: .




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6 | DECKKRAFT

Mittlerweile bin ich ein großer Fan von punktueller Deckkraft dort, wo sie wirklich benötigt wird. Ich setze daher nicht mehr unbedingt auf stark deckende Naturkosmetik-Foundations (wobei es diese durchaus gibt, zum Beispiel in Form von Mineralfoundation oder in flüssiger Form von 100% Pure, wie ihr nachlesen könnt), sondern decke Unreinheiten einfach separat mit Concealer oder Mineralfoundation ab, indem ich einen fest gebundenen kleinen Pinsel nutze, am liebsten den Eye Kabuki Junior Brush von Everyday Minerals, den ihr hier sehen könnt. Lisa Eldridge hatte dazu mal ein Video hochgeladen, wie sie geschwollene Unreinheiten abdeckt. Meine liebsten Naturkosmetik-Concealer hatte ich euch ebenfalls bereits ausführlich auf dem Blog gezeigt. Als Grundierung nutze ich seit einer ganzen Weile übrigens keine klassische Foundation mehr, sondern mische mir eine Glow-Base aus Primer, Bronzer und Highlighter (+ für etwas mehr Deckkraft manchmal noch Mineralfoundation), wie ich euch in meinen Make-Up für Minimalisten mal gezeigt habe. Diese Grundierung ist schön leicht und kriecht nicht in Fältchen, lässt die Haut aber sehr schön ebenmäßig erscheinen.
 
 
 
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7 | PRODUKTE, DIE IN FÄLTCHEN RUTSCHEN

Hier hat Naturkosmetik definitiv Nachteile gegenüber konventionellen Produkten, die sich manchmal wie eine zweite Haut über Fältchen legen und nicht so stark in diese hineinrutschen. Das können Foundations, Concealer oder auch Lidschattenprimer sein. Auch hierfür sind unter anderem Silikone verantwortlich, die in Naturkosmetikprodukten nicht zugelassen sind. Meiner Erfahrung nach hilft hier häufig nur, nicht so viel Produkt aufzutragen, sondern Deckkraft lieber nur punktuell dort aufzubauen, wo sie wirklich benötigt wird, siehe oben. Je mehr Pigmente auf der Haut sind, desto schneller sammeln sich diese in Hautvertiefungen. Hier kann eventuell auch ein Primer Abhilfe schaffen. Ich liebe die Primer von 100% Pure und benecos, über die ich schon ausführlich berichtet habe. Beim Concealer habe ich eine alternative Auftragstechnik für mich entdeckt, die wenig Produkt benötigt und durch optische Täuschung dennoch schön unter dem Auge aufhellt. Ansehen könnt ihr euch das im Beitrag Naturkosmetik-Concealer auftragen, ohne dass er in Fältchen kriecht. Als Lidschattenbase habe ich den heiligen Gral leider noch nicht entdeckt. Was mir hier jedoch am besten hilft ist, den Primer mit der Everyday Minerals Jojoba Base zu setten, bevor ich Lidschatten darüber auftrage. Gezeigt habe ich euch das in meinem selbstgeschminkten Braut-Make-Up.
 
 
 
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Welche Tipps habt ihr noch im Umgang mit Naturkosmetik? Welche Produkte lassen euch nie im Stich und für welche musstet ihr euch erst mal eine geeignete Auftragsweise aneignen?

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